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Datum
19. Oktober 2026
Lesezeit
5 Minuten

VTG-Jubilare im Porträt

Langstrecke VTG

Vorhang auf für unsere VTG-Urgesteine: In dieser Reihe stellen wir unsere langjährigen Kolleginnen und Kollegen in den Mittelpunkt und geben Einblicke in ihre Geschichten.

Wie fühlt es sich an, seit 25 oder sogar 35 Jahren bei VTG zu arbeiten? Welche Erlebnisse prägen und was hält einen so lange an Bord? Unsere Jubilare blicken zurück, erzählen von ihren persönlichen Highlights und worauf sie sich in Zukunft freuen.

Peter Appel: 25 Jahre bei VTG

Bei VTG seit 2001 | Single Wagon Management

Wie bist du zu VTG gekommen?

„Zu VTG bin ich 2014 im Zuge eines Betriebsübergangs gekommen. Hintergrund war die Gründung eines Joint Ventures zwischen Transpetrol und Kühne+Nagel, in dessen Folge die Bahnabteilung von Kühne+Nagel 2014 vollständig in VTG integriert wurde.   

Zuvor habe ich bei Ferroviasped, einer Kühne+Nagel‑Tochter, die sich auf Bahntransporte in Richtung Balkan und G.U.S.-Staaten, spezialisiert hatte, gearbeitet. Dabei habe ich Maschinen- und Anlagenkunden betreut, Industrieprojekte geplant und durchgeführt und mich dabei auf außergewöhnliche Sendungen konzentriert.“

Damals noch in Berlin-Lichtenberg: Peter im Kühne+Nagel-Büro im Jahr 2008

Welches Jahr ist dir am stärksten in Erinnerung geblieben?

„Ein einzelnes Jahr herauszuheben, fällt mir schwer, denn in der Bahnspedition lernt man täglich etwas Neues. In meinen 25 Jahren im Bereich – plus Ausbildung – gab es viele spannende, aufregende und lustige Momente.  

Besonders in Erinnerung geblieben sind mir jedoch Situationen, in denen die Verantwortung größer war als zunächst erwartet. Ein Beispiel ist ein Transport im Jahr 2009: In Brest (Belarus), begleiteten wir die Umladung einer 230 Tonnen schweren Stützwalze für ein Walzwerk. Nach neun Monaten Vorbereitung, zahlreichen Hürden, Genehmigungen, Kranumsetzungen und 24‑stündigen Schweißarbeiten, war die erfolgreiche Lieferung ein Moment großer Erleichterung und Stolz.”

Was bedeuten dir 25 Jahre Jubiläum persönlich und professionell?

„Diese Arbeit ist ein Teil meines Lebens, ich identifiziere mich mit meinen Aufgaben und es bedeutet mir viel zu wissen, was durch unser Team bereits bewegt wurde und noch viel bewegt werden wird. Bei VTG gelte ich inzwischen wohl als leidenschaftlicher Verfechter meiner Ansichten. Mir ist es dabei immer wichtig, meine Erfahrung und Perspektive aktiv einzubringen, damit sowohl meine Kolleginnen und Kollegen als auch unsere Projekte davon profitieren können.  

Das Umfeld hat sich stets gewandelt, mit VTG konnte ich selbst wachsen, mich auf neue Aufgabenbereiche konzentrieren und meine Flexibilität beweisen. Es ist wichtig, in der Entwicklung nicht stehen zu bleiben und die Chancen zu ergreifen, wo sie sich bieten. Die Transformationen von VTG und die sich ändernden persönlichen Rollen konnte ich in den letzten Jahren recht gut für mich adaptieren, dabei blicke ich immer auf meine Erfahrungen bei Ferroviasped und Kühne+Nagel zurück. Mein Ausbilder Karl-Heinz Schmidt hat mir das Basiswissen eingetrichtert und mein Verständnis der Bahnspedition erst geweckt.“

„Durch kontinuierliche Transformationsprozesse habe ich meinen Platz im Unternehmen gefunden und mich beruflich neu ausgerichtet.“

Großer Moment nach neun Monaten Vorbereitung: Umladung einer 230 Tonnen schweren Stützwalze in Brest (Belarus)

Was würdest du deinem „früheren Ich“ (und unseren Young Talents) raten, wenn du wieder von vorne beginnen würdest?

 

„Jede und jeder hat den eigenen Weg und Auffassungsgabe. Bei mir hat es eine Weile gedauert, bis ich fachlich selbständig und mit dem nötigen Selbstbewusstsein losgelaufen konnte. Es bedarf Selbstvertrauen und Vertrauen des Ausbilders – oder, wie in meinem Fall – manchmal auch ein ungeplanter Impuls.  

Als damals ein Kollege unsere Abteilung verließ, blieb sein Arbeitsplatz zunächst unbesetzt – die Kunden und Aufträge waren jedoch noch da. Ohne großartig zu überlegen, stürzte ich mich in die Arbeit und konnte schnell zeigen, dass ich die richtige Besetzung war. 

Den Berufsstartern rate ich, die eigenen Stärken zu testen und herauszufinden, was wirklich Spaß macht und bei Erfolg Befriedigung verschafft. Bei der Spedition benötigen wir keinen spezifischen Charakter – jede und jeder kann ein wichtiges Glied im Team sein. Die größte Motivation entsteht oft aus eigenen Erfolgserlebnissen. VTG bietet dabei eine internationale Vernetzung und vielfältige Tätigkeiten und Arbeitsfelder wie kaum ein anderes Unternehmen. Traut euch liebe Azubis – die Wege können vielfältig sein!“

Worauf freust du dich besonders in der Zukunft bei VTG?

„Das aktuelle Umfeld ist ein stückweit fern der Leichtigkeit von vergangenen Boomzeiten der Wirtschaft. Trotzdem hat VTG das Zeug dazu, in diesem anspruchsvollen Umfeld erfolgreich zu bestehen und die richtigen Weichen gen Zukunft zu stellen. 

Ich sehe positive Signale und ganz sicher werden die vielen motivierten Kolleginnen und Kollegen VTG zum weiteren Erfolg führen. Trotz Rückgängen in der Industrie gibt es einen großen Bedarf an unseren Dienstleistungen. Angesichts der Art der Herausforderungen, die uns täglich begegnen, sehe ich Fachkräftemangel und einen hohen Bedarf an qualifizierten Dienstleistungen voraus.“

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Kommentare zum Beitrag

Stefan

Oktober 19, 2026 at 3:20 p.m.

Hallo Peter, 25 Jahre hast du nun auch schon, herzlichen Glückwunsch. Da hat der Karl-Heinz einen super Job gemacht, dich auf die Schiene zu bringen. Das Fundament für einen absoluten Spezialisten. Dich im Team zu wissen schafft Beruhigung. Auf hoffentlich noch viele gemeinsame Jahre für VTG. Liebe Grüße Stefan

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