Vorhang auf für unsere VTG-Urgesteine: In dieser Reihe stellen wir unsere langjährigen Kolleginnen und Kollegen in den Mittelpunkt und geben Einblicke in ihre Geschichten.
Wie fühlt es sich an, seit 25 oder sogar 35 Jahren bei VTG zu arbeiten? Welche Erlebnisse prägen und was hält einen so lange an Bord? Unsere Jubilare blicken zurück, erzählen von ihren persönlichen Highlights und worauf sie sich in Zukunft freuen.
Wie bist du zu VTG gekommen?
„Mein Weg zu VTG begann ganz klassisch: Nach dem Abitur wollte ich eine Ausbildung zum Speditionskaufmann machen, wusste aber zunächst nicht genau, wo. Da ich vom Dorf komme und es das Internet in der heutigen Form noch nicht existierte, erhielt ich vom Arbeitsamt Unterstützung. Von fünf Bewerbungen führte eine zu VTG: Nach dem Gespräch in der Neuen Rabenstraße begann ich dort am 1. August 1991 im damaligen Bereich C (Tanktainer) meine Ausbildung. In der Short Sea-Dispoition Großbritannien arbeitete ich mit Volker Petry zusammen. Mit seiner ganz eigenen Art und hohen Anforderungen hat er mich stark gefordert, aber mir auch viel beigebracht, was mich bis heute begleitet.
Meine Ausbildung war intensiv, abwechslungsreich und hat mich stark geprägt – vor allem durch die vielen unterschiedlichen Einsätze und die Menschen, mit denen ich zusammenarbeiten durfte. Dazu gehörten unter anderem Aufenthalte im Tanklager in Duisburg sowie bei Danzas, um auch Straßen- und Seehafenspedition zu lernen. Besonders prägend war ein Einsatz in Bremen, ebenso wie eine erneute Zeit in Duisburg, wo wir ein verwaistes Büro übernahmen, strukturierten und neben dem Tagesgeschäft wieder auf Kurs brachten. Im Juni 1993 habe ich meine Ausbildung nach knapp zwei Jahren erfolgreich abgeschlossen.“
Kick-off der 90er: Stefan im roten Trikot als Gründungsmitglied in der VTG-Betriebssportmannschaft Fußball.
Was bedeuten dir 35 Jahre Jubiläum persönlich und professionell?
„Persönlich ist es ein sehr guter Zeitpunkt, die vielen Jahre bei VTG noch einmal Revue passieren zu lassen. Professionell spiegelt sich darin eine lange Zeit der Zuverlässigkeit, des stetigen Wandels und immer neuer Entwicklungen wider. VTG hat sich in 35 Jahren ganz schön verändert!“
Welches Jahr ist dir am stärksten in Erinnerung geblieben?
„In 35 Jahren gibt es natürlich viele prägende Momente, sowohl positiv als auch negativ. Die ersten zwei Jahren nach der Ausbildung waren schwierig, doch ein super Team half mir durchzuhalten.
1995 wechselte ich zu Transpetrol (heute VTG Rail Logistics), eine richtungsweisende Entscheidung und der Beginn meiner Leidenschaft für die Schienenlogistik. Volker brauchte Unterstützung und ich musste nicht lange überlegen! Besonders in Erinnerung bleibt mir der Aufbau des heutigen LPG-Teams im Jahr 1997. Es war spannend, etwas Neues mitzugestalten und Strukturen zu schaffen, die bis heute Bestand haben.
Ab 2003 wurde ich zum Gefahrgutbeauftragten der Transpetrol bestellt; neben Gefahrgut kam auch das Qualitätsmanagement als neuer Schwerpunkt hinzu. Zwei eher „trockene“ Themen, die trotzdem Spaß machen können! Mein Tätigkeitsfeld erweiterte sich schnell auf die Beratung von Kunden und Dienstleistern, bevor 2015 die organisatorische Eingliederung in die damalige TQM-Abteilung folgte.
Und nicht zu vergessen: die Zeit ab 2020, in der wir als Team in unserer Abteilung EMS (heute ES) noch enger zusammengewachsen sind. Es folgten glückliche, schaffensreiche und auch sehr erfolgreiche Jahre.
Parallel entwickelte sich mein ehrenamtliches Engagement: Von der JAV (1992) bis zum Betriebsrat seit 2000, geprägt von vielfältigen Einblicken ins Unternehmen, konstruktiven Gesprächen (auch in schwierigen Zeiten!) und großem Vertrauen, für das ich sehr dankbar bin.“
„Professionell spiegelt sich darin eine lange Zeit der Zuverlässigkeit, des stetigen Wandels und immer neuer Entwicklungen wider.“
Ob Fußballtunier, Gefahrgut oder Betriebsausflug: Stefan hat in 35 Jahren viel erlebt bei VTG
Was würdest du deinem „früheren Ich“ (und unseren Young Talents) raten, wenn du wieder von vorne beginnen würdest?
„Zuverlässigkeit, Ehrlichkeit und Durchhaltevermögen sind am Ende der Schlüssel zum Erfolg. Es wird im Berufsleben immer gute und auch immer mal herausfordernde Jahre geben. Häufig lohnt es sich, diese Phasen durchzustehen – denn aus den schwierigen Zeiten lernt man sowohl beruflich als auch persönlich oft am meisten. “
Welche Kolleginnen und Kollegen hast du in deinen Jahren bei VTG besonders ins Herz geschlossen?
„Aus alter Verbundenheit gibt es zu unseren Logistikern – insbesondere zu Stephan Jost und zu unserem LPG-Team – immer ein ganz herzliches Miteinander und eine super Zusammenarbeit, auch wenn sich die Teamzusammensetzung über die Jahre immer wieder verändert hat. Neben unserem Team bei ES haben sich auch durch meine Tätigkeit im Betriebsrat viele vertrauensvolle und teils langjährige kollegiale Verbindungen entwickelt- sowohl im Gremium als auch in der Belegschaft Alle aufzuzählen, würde den Rahmen sprengen. Am Ende ist es genau dieses Miteinander, das mich jeden Tag motiviert, mit großer Motivation für VTG in den Ring zu steigen.“